heute wurde ich auf's übelste getäuscht. Alles fing ganz normal an. Ich wachte auf zu strahlend blauem Himmel - wie immer - und wählte als Outfit ein schönes Sommer-T-shirt in himmelblau und meine türkischen Sandalen (@ Lyd und Nina: wisst ihr noch die Feilschaktion?). Nach einem Frühstück mit leckerem Avocado-Toast und Papaya machte ich mich auf zum Bus und trat die wie immer holprige Busfahrt an. Das bin ich ja mittlerweile gewöhnt: ab an den Straßenrand und Hand raushalten, einsteigen und schnell hinsetzen, im stehen fahren geht nicht, denn man wird wegen der ruckligen und etwas hektischen Fahrweise sonst durch den ganzen Bus geschleudert. Jedenfalls war es richtig warm, ich freute mich über so einen Tag und dachte an die Berichte der letzten Woche aus Deutschland von Eisregen und anderen ekligen Sachen, die vom Himmel fallen. Mittlerweile habe ich mich auch in eine Art Routine eingefunden, die etwas Sicherheit gibt und nicht jeder Tag ist ein Überraschungsei - dachte ich. Ich brachte also 4 Stunden Kriseninterventionsseminar und eine Observation eines Patientengesprächs mit der ganzen Palette von Scheidung bis zu Selbstmordgedanken hinter mich. (Nicht, dass es nicht interessant gewesen wäre oder mich nicht berühren würde aber dazu an anderer Stelle mehr, wenn ich meine eigenen Patienten betreue). Anschließend setzte ich den Fuß vor die Tür um mir in der Bibliothek einen Freud zu hohlen, den ich auch gleich noch lesen muss und war augenblicklich klatschnass. Es schüttete aus Eimern - ich konnte es gar nicht glauben. Mein Freund, der schöne Tag hatte sich verkrümelt und ich musste die restlichen Erledigungen in strömendem Regen machen. Es war wirklich extrem und ich habe verstanden, warum die Straßengräben hier mitunter einen halben Meter breit und dreißig bis vierzig Centimeter tief sind.
Also, denkt immer daran: erstens - es kommt anders, zweitens - als man denkt!
Also, denkt immer daran: erstens - es kommt anders, zweitens - als man denkt!