Donnerstag, 25. Juni 2009

Tesafilm...

Ich sitze an meinem Schreibtisch, auf seinem virtuellen Gegenstück türmen sich die Berichte, Hausarbeiten und Protokolle, die ich bis Ende nächster Woche abgeben muss. Ich habe Stifte, Papier, meinen Laptop, einen schönen Ausblick aus meinem Fenster, meine Mitbewohner machen keinen Lärm aber etwas fehlt. Die Motivation. Sie weigert sich. Schweift ab. Tagträume. Die Straßenlaterne vor meinem Fenster scheint hell in der schwarzen Nacht und obwohl es so dunkel ist, sehe ich viel. Die Straßen und Häuser, Bäume und Haltestellen, die Hunde auf der Straße, die tiefen Rinnsteine, der Supermarkt mit der tollen Obstabteilung an der Ecke. Mein Blick schweift zur Seite und ich bemerke, dass sich der Tesafilm, mit dem ich kurz nach meiner Ankunft einige Abschiedskarten aufgehängt habe, löst. Ich Strecke meinem Arm aus um die schöne Karte wieder fest an die Wand zu drücken aber ich halte inne, betrachte die Karte, wie sie so halb an der Wand hängt aber scheinbar schon herunterfallen möchte und ich entscheide mich, sie so zu lassen wie sie ist. Das kleine durchsichtige Band, dass sie an ihrem Platz hält, hat sein Kraft verbraucht und und wenn ich es mit aller Gewalt wieder an die Wand presse wird es sich doch morgen wieder gelöst haben, bereit aufzubrechen .
Auf Zu Neuen Ufern!

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